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ASF: Entgeltungleichheit nicht länger hinnehmen!

Frauen verdienen bei gleicher Qualifikation weniger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Statistischen Landesamtes, das als Gründe für die Einkommensungleichheit das unterschiedliche Berufswahlverfahren von Frauen sowie weniger Berufsjahre durch familienbedingte Auszeiten anführt.
„Die klassische Rollenverteilung - mit dem Mann als Ernährer und der Frau zuständig für Familie und Kinder - greift immer noch“, kritisiert Dr. Heide Kottmann, Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF). Frauen würden noch zu häufig als Zuverdienerinnen und ihre Erwerbsarbeit daher als weniger wert angesehen. Dass diese Ansicht überholt sei und Frauen genauso wie Männer einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sollte nach Meinung der SPD-Frauen gesellschaftlicher Konsens sein. Trotzdem gebe es nach wie vor mittelbare und unmittelbare Lohndiskriminierungen. „Die Folgen für den Sozialstaat sind gravierend – weniger Einnahmen und eine wachsende Alters- und Kinderarmut. Das kann sich unsere Gesellschaft nicht länger leisten“, betont Heide Kottmann. Die ASF fordert daher, die Entgeltungleichheit nicht länger hinzunehmen. Ein erster Schritt könnte z.B. sein, dass Elternzeit von Müttern und Vätern zu gleichen Teilen genommen wird. Damit würden die familienbedingten Ausfallzeiten besser verteilt. Dies würde Frauen auch nach dem neuen Unterhaltsrecht im Falle einer Trennung in eine deutlich bessere Ausgangslage versetzen.