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ASF: Gefangen in der Teilzeitfalle

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Göppingen zeigt sich enttäuscht darüber, dass es auch künftig keinen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit geben wird. Der von Arbeitsministerin Andrea Nahles vorgelegte Gesetzesentwurf wurde auf Druck der Arbeitgeber im Bundeskanzleramt blockiert. „Das ist ein klarer Bruch des Koalitionsvertrags. Damit bleiben Millionen Beschäftigte in der Teilzeitfalle gefangen. Das trifft vor allem Frauen“, konstatiert die ASF-Kreisvorsitzende Dr. Heide Kottmann. Dies sei angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels und des höheren Bedarfs an Frauenerwerbstätigkeit völlig unverständlich und volkswirtschaftlich betrachtet unsinnig.
„Es gibt Phasen im Leben, in denen viele Menschen ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, sei es zur Kindererziehung, zur Pflege von Angehörigen oder zur Weiterbildung“,  betont ASF-Pressereferentin Dr. Gudrun Igel-Mann. Seit 17 Jahren gebe es den Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit. Derzeit arbeiteten 42 % Frauen und nur 7 % Männer in Teilzeit. Über ein Drittel dieser Teilzeitbeschäftigten würde gerne wieder mehr arbeiten. Andererseits wünschen sich vornehmlich Männer mit kleinen Kindern eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit. Der Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit hätte allen diesen Wünschen Rechnung getragen. Aber leider bleibe nun den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein Mehr an Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit  verwehrt. Außerdem sei eine Chance  zur Vermeidung von Altersarmut bei Frauen vertan, bedauern die SPD-Frauen.