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SPD-Frauen und -Arbeitnehmer gegen längere Ladenöffnungszeiten

 ?Ganz Schluss mit dem Ladenschluss? wird bald in Baden-Württemberg sein, sollten die Pläne der Landesregierung in die Tat umgesetzt werden. Grund genug für die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) des SPD-Kreisverbandes Göppingen am vergangenen Sonntag zu einer Matinée in die Eislinger Stadthalle einzuladen, um Pro und Contra einer 24-Stunden-Freigabe der Ladenöffnungszeiten zu diskutieren. Landtagsvizepräsident Frieder Birzele, MdL, moderierte die Podiumsdiskussion mit den SPD-Landtagskandidaten Peter Hofelich (Wahlkreis Göppingen) und Hansjürgen Gölz (Wahlkreis Geislingen), der stellvertretenden DGB-Bezirksvorsitzende Leni Breymaier sowie Jutta Güller vom AsF-Kreisvorstand.

Eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten lehnten die Diskussionsteilnehmer unisono ab. ?Schon jetzt werden die gesetzlichen Möglichkeiten der Öffnung an Werktagen bis 20 Uhr nicht ausgeschöpft?, so Peter Hofelich. Vor allem für kleinere Unternehmen mit hohem Personalkostenanteil rechneten sich längere Öffnungszeiten nicht. Für Hansjürgen Gölz steht fest, dass dies zwangläufig zu einer Verödung der Innenstädte und zu einer Verlagerung der Kaufkraft in die Verbrauchermärkte an der Peripherie führt. ?Dass längere Öffnungszeiten mehr Umsatz bedingen, ist ein Trugschluss?, verwies Jutta Güller auf die bisherigen Erfahrungen. ?Es ist Aufgabe der Kommunen, ihre Innenstädte wiederzubeleben, damit Dinge des täglichen Bedarfs fußläufig besorgt werden können?, bemerkte Leni Breymaier. Mit seinem Einzelhandelskonzept, das Neuansiedlungen von Verbrauchermärkten an der Peripherie verhindere, sei Eislingen dabei auf dem richtigen Weg.